© Dorscheid-Medienlabor
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(in den Semesterferien nach Absprache per E-Mail)
Forschungsschwerpunkte
Politische Kunst
Postautonome Kunst
Akteur-Netzwerktheoretische Perspektiven auf Kunst seit 1945
Phänomene skulpturaler Entgrenzung
Denkmalkonzepte und -diskurse der europäischen Nachkriegszeit
Kunst im Anthropozän
10/2022 - heute: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der HHU
05/2021 - 01/2023: Mitarbeit am digitalen Archivprojekt “Die Ausstellungen und Kassettenkataloge des Städtischen Museums Mönchengladbach 1967 - 1978” im Museum Abteiberg, Mönchengladbach.
04/2021 - 03/2025: Masterstudium der Kunstgeschichte an der HHU
04/2018 - 12/2018: Studentische Hilfskraft für das Projekt "Campus Beautiful" am Institut für Kunstgeschichte
10/2016 - 04/2021: Bachelorstudium der Kunstgeschichte und Kommunikations- und Medienwissenschaften an der HHU
SoSe 2026:
Skulpturale Entgrenzungen im 20. und 21. Jahrhundert - Basisseminar
Was ist eine Skulptur? Diese scheinbar einfache Frage erweist sich im 20. und 21. Jahrhundert als zunehmend unbeantwortbar. Skulptur erweitert sich in den Raum, löst sich vom Sockel, wird prozessual, ephemer, performativ – oder verschwindet ganz. Dieses Seminar untersucht die vielfältigen Strategien skulpturaler Entgrenzung von den historischen Avantgarden bis zur Gegenwart. Dabei schauen wir uns auch an, welche neuen Definitionen und Konzepte im Zusammenhang mit Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert auftauschen. Wir verfolgen, wie sich die Skulptur von ihren traditionellen Bestimmungen emanzipiert und dabei fundamentale Kategorien wie Material, Raum, Zeit, Körper und Gegenstand neu verhandelt.
WiSe 2025/26:
Partizipation? Intervention? Konfrontation? - ästhetische Praktiken de Widerständigen - Aufbauseminar
Was haben Kunst und Politik miteinander zu tun? Wo (wenn es sie denn gibt) verlaufen die jeweiligen Grenzen? Bereits in vorherigen Semestern wurden diese Fragen aufgegriffen und innerhalb von einzelnen Seminaren der Versuch unternommen, Antworten zu finden. Dabei fiel immer wieder auf, dass es bestimmte Praktiken und bestimmte Gesten zu geben scheint, die die jeweiligen künstlerischen Arbeiten eint, wenn wir von ihnen in einem emphatischen Sinne als politische Kunst sprechen.
Nachdem wir die grundlegenden, meist theoretischen, Überlegungen gemeinsam wiederholen, werden in diesem Aufbauseminar schnell andere Fragen im Vordergrund stehen: Wie engagieren sich Personen und Gruppen, die sich dezidiert als Künstler:innen begreifen, im Feld des politischen Aktivismus? Wie manifestiert sich Protest in der Kunst und wogegen? Was sind die konkreten künstlerischen Strategien, die genutzt werden, um Kunst zu etwas Widerständigem zu machen? Ein ganz aktuelles Beispiel stellen wohl sicherlich die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit dar.
In einem Seminar, das in Teilen auf Inhalte aus früheren Seminaren zurückgreift, sind damit herzlichst Studierende eingeladen, die sich bereits einen kleinen Überblick verschaffen konnten, als auch explizit solche, die noch keine Berührungspunkte mit dem großen Feld der politischen Kunst gemacht haben.
Gesolai 2026 - Übung vor Originalen
1926 fand mit 7,5 Millionen Besucher:innen auf einem Gelände von 400.000 m² in Düsseldorf die größte Ausstellung der Weimarer Republik statt: "Die Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen". Bereits zeitgenössisch wurde sie mit dem Akronym GeSoLei abgekürzt. Sie bot zahlreiche Präsentationen zu den Bereichen Wissenschaft, Industrie und Kunst sowie einen ausgedehnten Vergnügungs- und Konsumbereich.
Ein Forschungsprojekt an der Heinrich-Heine-Universität unter Beteilung der Fachbereiche Globalgeschichte, Kunstgeschichte und Medizingeschichte untersucht die GeSoLei aus interdisziplinärer Perspektive. Zum 100jährigen Jubiläum ist zudem eine Ausstellung geplant. Vor diesem Hintergrund möchten wir uns in der Lehrveranstaltung zwei Aspekten widmen: a) Was war die GeSoLei? Was wurde ausgestellt und in welcher Form? Was waren die Hintergründe und Ziele, die mit dieser Ausstellung einhergingen? b) Wie lässt sich eine historische Ausstellung für heutige Besucher:innen darstellen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte lassen sich auch vor dem Hintergrund aktueller Diskurse und Debatten setzen? Wie könnten die Gestaltung und Vermittlung einer solchen Ausstellung aussehen?
SoSe 2024:
Kunst als politischer Akteur seit 1945 - Aufbauseminar
Wie politisch ist Kunst? Wie viel Kunst steckt in Politik? Und ist alles politisch?
Dieses Aufbauseminar widmet sich den komplexen Verflechtungen von Kunst und Politik seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Gemeinsam analysieren wir, wie Kunst als Ausdrucksmittel für gesellschaftliche Anliegen, als Instrument emanzipatorischer Bewegungen oder als Akteur in demokratischen Prozessen agieren kann.
Wir diskutieren Theorien zu den Beziehungen von Kunst und Politik, untersuchen historische und aktuelle Beispiele politischer Kunst und fragen uns: Kann Kunst als Werkzeug politischer Bewegungen dienen – oder bleibt sie immer unabhängig? Neben der kritischen Auseinandersetzung mit Skandalen, Kontroversen und der Rolle der Künstler:innen werfen wir auch einen Blick darauf, wie Kunst immer wieder Grenzen zwischen Ästhetik und Aktivismus neu verhandelt.
WiSe 2024/25:
"Das hätte ich auch gekonnt" - Kunst zwischen Banalität und Radikalität - Basisseminar
SoSe 2024:
Repräsentation und ihre Diskurse in der Kunst der Gegenwart - Aufbauseminar
WiSe 2023/24:
Aufsockeln, absitzen, auflösen - das moderne Denkmal - Basisseminar
SoSe 2023:
Kunst und Politik - Eine exemplarische Analyse anhand von Jenny Holzer - Übung vor Originalen
Installationskunst - Basisseminar
WiSe 2022/23:
Skulptur seit den 1960er Jahren - Basisseminar
Publikationen
Die unbenannten Unbekannten – eine bildpolitische Spannung im Kalten Krieg, in: Zerstresst! Spannungen zwischen Ästhetischem und Politischem, Nina-Marie Schüchter/ Ines Röckel/ Svetlana Chernyshova/ Jasmina Nöllen (Hg.), Berlin. (Im Erscheinen)
Auffälliger Pianist oder die Bürde des vorgeschriebenen Rahmens, Rückblick, schwarz auf schweiß und Musikperformance. Uli Johannes Kieckbusch, in: Music meets Art, Art meets Music, Sarah Czirr/ Jürgen Wiener ((Hg.), Asbach 2024, S. 35-37.
I wish my beautiful dream will never end (Video und Aquarelle). Maria Lentzen, in: Music meets Art, Art meets Music, Sarah Czirr/ Jürgen Wiener (Hg.), Asbach 2024, S. 38-40.
Kunst-Stücke: Evelyn Möcking, Essenzen, 2018, in: biograph, biograph Verlag Peter Liese (Hg.), 6/2022, Düsseldorf, S. 40.
Kunst-Stücke: Maria Lentzen, 11.Juni 2018 - Schlussrunde der G7 Verhandlungen, in: biograph, biograph Verlag Peter Liese (Hg.), 11/2021, Düsseldorf, S. 52.
Lesarten einer Collage, in: Rheinische Post, 17.04.2021, S. 12.
Schenkung Sammlung Hoffmann: Werke von Mike Keller und Steve McQueen bis 26.Mai, in: Mitteilungen, Museum Abteiberg (Hg.), 3/2019, Mönchengladbach, S. 3
13.01.2024 - 04-02.2024: Kurator der Ausstellung “Mixtures. Aktuelle Positionen zwischen Kunst und Musik”, Produzentengalerie plan d, Düsseldorf.
30.10.2021 - 14.11.2021: Ausstellungsprojekt des Instituts für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: “The total art/music meeting”, Loch, Wuppertal.
2021-2022: Deutschlandstipendium