Zum Inhalt springenBMBF-Verbundprojekt: Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur des 18. Jahrhunderts (2018-2022)Ansprechpartnerin

BMBF-Verbundprojekt: Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur des 18. Jahrhunderts (2018-2022)

BMBF-Verbundprojekt: Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur des 18. Jahrhunderts (2018-2022)

Projektkoordination des Forschungsverbundes, Projektleitung und Bearbeitung des Teilprojekts 1: Soziale Mobilität: Kunst im Wechselverhältnis zur sozialen Mobilität – Von Hamburg bis Kopenhagen des 18. Jahrhunderts  (Teil des Habilitationsvorhabens)

und Projektleitung des Teilprojekts 2: Seidenverlegerdynastie: Die Familie von der Leyen. Künstlerisches Engagement und Aufstiegsambitionen einer Seidenverlegerdynastie in Krefeld im 18. Jahrhundert

Objekte und deren identitätsstiftende und selbstvergewissernde Bedeutungszuschreibungen – die Sprache dieser Objekte – spielen als bislang wenig beachtete Instrumente der vertikalen sozialen Mobilität eine prominente Rolle. Der Verbund zwischen den Hochschulen Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Hochschule Fresenius/ AMD Fachbereich Design Berlin sowie den Museen Deutsches Textilmuseum Krefeld, Museum Burg Linn und Hetjens – Deutsches Keramikmuseum erforscht aus kunstwissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive sammlungsgeschichtliche Fragestellungen mit einem Fokus auf dem künstlerischen Engagement von „Parvenüs“ am Niederrhein, in Hamburg und in Kopenhagen im 18. Jahrhundert. Ziel des Verbundvorhabens ist die Genese eines Deutungsschemas, das gesellschaftliche Prozesse auch anderer Epochen anhand eines spezifischen Gebrauchs und Umgangs mit Objekten zeigen kann. Dieser Gebrauch und der Wert der Objekte werden durch Mechanismen der Geschmacksbildung in Aufsteigergesellschaften erheblich verändert - ein Bedeutungswandel, der nicht zuletzt heute in einem ästhetischen Kapitalismus mit seiner dekorativen Selbstdarstellung gipfelt. Die fünf Teilprojekte nehmen aus interdisziplinärer Perspektive Bau- und Umbautätigkeiten, Raumausstattungen und Bildkunst, Gartenkunst und Textilien in den Blick. Ausgangspunkt sind verschiedene Persönlichkeiten, die in diverse Zielgesellschaften aufstiegen, deren Auftreten in zeitgenössischen Schriftquellen geschildert wurden und aus deren Besitz sich materielle Hinterlassenschaften untersuchen lassen. Es handelt sich bei diesen um Einzelpersonen und Familien, die in den Adel aufsteigen oder das städtische Bürgertum dominieren sowie bei den Objekten um Textilien und zugehörige schriftliche Quellen. Als Klammer führt eine Analyse der bildlichen Überlieferungen dieser Objekte und Persönlichkeiten die einzelnen Forschungsausrichtungen zusammen. Beteiligt sind neben Kunsthistoriker/innen Textilwissenschaftler/innen, Historiker/innen und Restaurator/innen.

Ansprechpartnerin

Jun.-Prof. Dr. Julia Trinkert
Gebäude: 23.32
Etage/Raum: 00.31⧸33
+49 211 81-15182
Sprechzeiten

nach Vereinbarung

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