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Kunst und Anthropozän

Kunst und Anthropozän

Seit 2013 forscht und lehrt das Team um die Professur IV über das Verhältnis von Kunst und Anthropozän.
Als der Begriff ,Anthropozän' im Jahr 2000 von Paul J. Crutzen und Eugene F. Stoermer aufgeworfen wurde um die bestehenden geowissenschaftlichen Epocheneinteilung in Frage zu stellen, war den Atmosphärenchemikern und Geowissenschaftlern wohl nicht klar, welche weitreichenden interdisziplinären Diskussionen ihr Vorschlag nach sich ziehen würde.
Das ,Anthropozän', das sich durch dir weitgreifenden Veränderungen im Verhältnis von Mensch, Dingen und Umwelt konstituiert, wurde mittlerweile offiziell von den Geowissenschaften anerkannt.
Die Diskussion um die Anthropozänthese, seine deren Auswirkungen auf unser Weltbild und deren immanente Konstituenten, erfolgte in anderen Disziplinen u.a., dafür besonders rege, in den Kunstwissenschaften und in der kulturellen Praxis.
Neben institutionellen Projekten, die die Themen und Problemstellungen auch in ästhetisch-künstlerischer Hinsicht adressieren, blieb die Frage danach bestehen, wie Kunst und Visuelle Kulturen in dieses Geflecht aus Natur, Ethik und Wissen eingebunden sind.
Der Forschungsschwerpunkt „Kunst und Anthropozän“ am Institut für Kunstgeschichte setzt an aktuelle Debatten an, die geowissenschaftliche, kulturelle, ethische und wissenstheoretische Implikationen des Anthropozän entfalten und miteinander in Beziehung setzen. Das Team um die Professur IV nimmt es sich zum Anlass, Forschungen zu Weltbildern des Natürlichen unter bio-, sozio- und technosphärischen Bedingungen des Anthropozän in kunsthistorischer und bildwissenschaftlicher Perspektive anzustoßen. Dazu wird beispielsweise das Phänomen der Wunderkammer nach seiner zeitgenössischen Funktion als Verhandlungsraum von Mensch-Natur-Relationen befragt, Intimität und Technik als Milieus des Anthropozäns verhandelt, ästhetische Konstellationen des Verfalls thematisiert oder die Verschränkung von Natur und Kultur in materialästhetischer Perspektive in der Kunst seit 1960 nachvollzogen.

Von 2015 bis 2018 wurde das Forschungsprojekt "Das Anthropozän sichtbar machen. Bildwelten zwischen Kunst, Ethik und Wissen" vom Strategischen Forschungsfonds der Heinrich-Heine-Universität gefördert.

Im Sommer 2020 erscheint der Sammelband Kunst und Anthropozän im Snoeck Verlag mit Beiträgen von u.a. Hans Dickel, Magdalena Holzhey, Anita Hosseini und Nina Schüchter, der von Timo Skrandies und Romina Dümler herausgegeben wird.

Ansprechpartner

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Univ.-Prof. Dr. Timo Skrandies
Gebäude: 23.31
Etage/Raum: 04.62
+49 211 81-10671
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Die wöchentliche Sprechstundenplanung findet ab sofort unter dem folgenden Link statt.
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https://terminplaner4.dfn.de/D3r8edybRqNZSBcR

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Anna Grelik B.A.
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