Zum Inhalt springenDenkmalKolleg

DenkmalKolleg

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Idee und Geschichte des DenkmalKollegs Düsseldorf

Das DenkmalKolleg Düsseldorf wurde 2014 von Dr. Astrid Lang ins Leben gerufen und eingangs durch den Lehrförderungsfonds und den Nachhaltigkeitsfonds in Lehre und Studium (NiLS) der HHU gefördert. Das Projektseminar sollte die kunsthistorischen Disziplinen der Denkmalpflege und Kulturvermittlung mit der universitären Lehre verzahnen.

Ziel des Seminars war und ist es, die Studierenden des Fachs Kunstgeschichte nachhaltig auf denkmalpflegerische Grundlagenarbeit vorzubereiten und die hierfür notwendigen praktischen Fertigkeiten zur Erforschung von Denkmalobjekten (fachgerechte Aufmaßzeichnung, Bestandsanalyse, wissenschaftlich verwertbare fotografische Dokumentation) zu vermitteln. Ebenso sollte ein Einstieg in theoretische Fragestellungen sowie in die aktuelle und historische Debatte um den Denkmalwert und die eng mit dieser Debatte zusammenhängenden rechtlichen Vorschriften zu Denkmalschutz und Denkmalpflege (Charta von Athen, Charta von Venedig, Denkmalschutzgesetz NRW, Charta von Burra) ermöglicht werden. Der zweite Teil des Seminars schließlich diente den Studierenden als erster Einblick in den Schwerpunkt Kunstvermittlung. Hierzu konzipierten die Teilnehmer*innen des DenkmalKollegs Exkursionseinheiten für Erstsemesterstudierende des Fachs Kunstgeschichte und führten diese auch eigenständig durch. Basis hierfür war eine Einführung in didaktische Grundlagen, sowie die darauf aufbauende selbstständige Erarbeitung eigener Vermittlungskonzepte, die in Teilen auf den im ersten Teil des Projekts gewonnenen Erkenntnissen beruhten. Die Exkursionen wurden von den Erstsemesterstudierenden und der Projektleitung im Anschluss systematisch gefeedbackt, um den Teilnehmer*innen die Reflexion und Optimierung der eigenen Vermittlungsgestaltung zu erleichtern.

Inzwischen haben sich die Konzeption und das im DenkmalKolleg behandelte Themenrepertoire stetig erweitert. Gartendenkmalpflege und Landschaftsgestaltung sowie der Schwerpunkt Inventarisierung sind in einzelnen Semestern stärker in den Vordergrund gerückt. 2018 organisierte das Team des DenkmalKollegs Dr. Astrid Lang, Prof. Dr. Christof Baier und Dr. Reinhard Köpf die Auftaktveranstaltung zu einer Tagungsreihe: DENKMALFORUM DÜSSELDORF – Denkmalpflege neu verstehen.

 

Gastdozierende und Kooperationen

Unterstützt werden die Dozierenden und Studierenden des DenkmalKollegs durch namhafte Gastbetreuer aus Denkmalpflege, Restaurierung und Inventarisation. Hierfür standen im Bereich Bauaufnahme und Baudokumentation Dr. Sabine Lepsky und Prof. Norbert Nußbaum vom Bauaufnahmebüro „Forschung am Bau“ aus Köln zur Verfügung, den Schwerpunkt Restaurierung erarbeitete Hanna Vogel – freiberufliche Diplomrestauratorin – gemeinsam mit den Studierenden. Eine Einführung in die professionelle Inventarisierung mit besonderem Fokus auf der Glasmalerei inklusive einer integrierten Kurzeinführung zur Objektfotografie übernahm das Sachverständigenbüro Dr. Ivo Rauch aus Koblenz. In die Garten- und Landschaftspflege führte Dipl.-Ing. Tobias Lauterbach vom Sachbereich Gartendenkmalpflege im Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Düsseldorf ein. Inventarisierungsprojekte an staatlichen und privaten Institutionen stellten Dr. Iris Metje vom Museum Schnütgen in Köln und Maximilian Berkel mit Dr. Folke Obermark-Stiller vom Bergischen Geschichtsverein e.V. vor. Dem verwaltungsrechtlichen Themenkreis der amtlichen Denkmalpflege widmeten sich der ehemalige und die aktuelle LeiterIn des Rheinischen Amts für Denkmalpflege, Prof. Udo Mainzer und Dr. Andrea Pufke. Eine vertiefende Übung zu rechtlichen Grundlagen des Denkmalschutzes konnte bei dem Juristen Peter E. Windorfer belegt werden.

In den Jahren 2018 bis 2020 kooperierte das DenkmalKolleg bei unterschiedlichen Vorhaben mit der Deutschen Burgenvereinigung e.V.

Verantwortlichkeit: