Termin

Titel:
Ringvorlesung Teil II „Die Bonner Republik. Forschung – Diskurs – Öffentlichkeit“

Datum / Uhrzeit:
08.02.18   /  17:00 - 18:00

Beschreibung:

Die Bonner Republik ist, daran erinnern uns aktuell die Nachrufe auf Helmut Kohl und Heiner Geißler, als eine Zeit des Wiederaufbaus und beginnender Prosperität in das regionale und das politisch-nationale Gedächtnis eingegangen. Doch hält diese Gesamtperspektive auf den abgeschlossenen Zeitraum einer kritischen Betrachtung stand? Welche Erkenntnisse lassen sich für die Zukunft aus den Positionen gewinnen, die in der Bonner Republik für Furore gesorgt haben und heute Teil unserer Gegenwart sind?
Seit einem Jahr arbeitet ein Forschergruppe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Thema und bindet jeweils im Wintersemester die Forschungsperspektiven in eine Ringvorlesung ein, die, an verschiedenen Orten in der Stadt Düsseldorf, den Dialog mit der Öffentlichkeit sucht. Im Wintersemester 2017/18 widmet sich unsere Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Forschung - Diskurs - Öffentlichkeit“ den 1960er und 1970er Jahren. Forscher aus der Germanistik sowie den Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften referieren zu ausgesuchten Themen.
Kooperationspartner sind neben der Stadt Düsseldorf die Veranstaltungsorte: Forum Freies Theater, Goethe Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Stadtbüchereien Düsseldorf.

Dr. Thomas Gerhards, Dr. Uta Hinz:„Aufruhr am Rhein? - ,1968‘ in nationaler und regionaler Perspektive“ (Universitäts- und Landesbibliothek HHU)

Die 1960er Jahre waren eine Zeit dynamischen gesellschaftlichen Wandels, die vielfach als Zäsur in der Geschichte der „Bonner Republik“ bezeichnet wurde. Zahlreiche Wandlungsprozesse nahmen bereits in den 1950er Jahren ihren Ausgang und kulminierten 1968 in den Studierendenprotesten. Diese soziale Bewegung war ohne Zweifel ein globales Phänomen mit nationalen Besonderheiten, aber auch mit regionalen Unterschieden. Berlin und Frankfurt waren die bundesrepublikanischen Zentren der Revolte, allerdings organisierten sich um die Universitäten in Köln, Bonn oder Münster ebenfalls lokale Protestbewegungen. Ruhig blieb es – noch – an der neuen Universität Düsseldorf. Zu fragen ist, ob die moderne transnationale Betrachtungsweise der „68er Bewegung“ nicht auch um eine transregionale zu erweitern ist.

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