13.09.17 14:50

Symposium Outsider Art. Historie, Gegenwart & Perspektive

Ein Teamprojekt von Luise von Dryander und Natascha Kirchner

Der Begriff Outsider Art - ursprünglich 1972 von Roger Cardinal als Übersetzung der antiakademischen Art Brut von Jean Dubuffet gedacht - nahm in großen Teilen Europas und Nordamerikas eine eigene Entwicklung. Sie beschreibt eine Kunst jenseits etablierter Formen und Strömungen. Nicht nur die Art Brut, sondern auch Naive Malerei und Mediumistische Kunst gelangten in den Bereich der Outsider Art. Zahlreiche Ausstellungen in den letzten Jahren griffen dieses schwer einzugrenzende Thema auf, nicht zuletzt die Biennale in Venedig im Jahr 2013.

Die Werke der Künstler/innen, die häufig am Rande der Gesellschaft stehen, loten die Grenzen des menschlichen Denkens aus und geben mit ihren eigensprachlichen, meist existentiellen Werken, Anlass zu grundsätzlichen Fragen unseres Daseins. Jenseits von Stil- und Gattungsfragen verfolgt das Symposium "Outsider Art - Historie, Gegenwart & Perspektive" das Ziel, eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema anzustoßen. Nationale und internationale Experten verschiedener Disziplinen werden neue Ansätze zu dem Werk einzelner Künstler vorstellen und den Umgang mit Outsider Art im Ausstellungswesen, auf dem Kunstmarkt sowie die Förderung von Künstler/innen im historischen und zeitgenössischen Kontext beleuchten. Begriffe und Definitionen werden kritisch betrachtet und neu diskutiert.

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