Exkursion Zons

Am 8. März besuchte der Freundeskreis des Seminars der Kunstgeschichte der Heinrich-Heine Universität eine Ausstellung im Kreismuseum Zons.
Es handelte sich um die 6. Europäische Quilt-Triennale, die ausgehend von der Textilsammlung Max Berg des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg nur an diesen beiden Städten in Deutschland zu sehen ist, um dann weiter nach Birmingham zu wandern. Durch die Ausstellung führte Christine Laturnus, die sich seit vielen Jahren mit textiler Kunst in Quilts befasst hat und auch ihre Magisterarbeit darüber schrieb.
Es traf sich ein munteres Grüppchen von Interessenten, das sich anfänglich nichts unter "Artquilts" vorstellen konnte, im Laufe der Ausstellung aber einen guten Einblick in diese Kunstrichtung gewann. Es handelt sich um eine europäische Bewegung, die in den Siebziger Jahren Amerikas begründet liegt und inzwischen auf der ganzen Welt zu finden ist. Aus ganz Europa wurden 167 Arbeiten eingeschickt und davon 40 Quilts aus 10 Nationen durch ein Juroren-Team für die Triennale ausgewählt. Bei den Artquilts verwischen die Grenzen zwischen Kunst und Kunsthandwerk, beide Genres benutzen Materialien aus der Palette des jeweils Anderen. Sie sind auf diese Weise miteinander verwandt und "verwirkt", und es kommt mitunter zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Artquilts müssen aber noch immer bestimmte Kriterien eines Quilts erfüllen, wie z.B. die Schichtung von mehreren Lagen und die Benutzung von Nadel und Faden, sonst kämen sie nicht in die Jurierung. Der Artquilt hat seine wärmende Funktion als Decke weitgehend verloren und ist zum Bild geworden.
Die Ausstellung in Zons ist noch bis zum 28.3.2016 zu sehen.

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